Flugblatt

Nr. 31 – Dezember 2000

(hier geht's zum Original-Layout)


Seite 2 Nr. 31 - ALS und B90/Grüne -

Wir fragen nach! Briefe an den Bürgermeister

Schongau, 8. November 2000

Einschaltung des Seniorenbeirats vor Entscheidungen des Stadtrates, wenn die ältere Generation betroffen ist



Brief von Herrn Simnacher, Vorsitzender des Seniorenbeirats, vom 31.10.2000

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Zeller,

in dem obigen mir zugegangenen Brief bemängelt Herr Simnacher, dass der Seniorenbeirat vor Entscheidungen des Stadtrats, die auch die ältere Generation betreffen, nicht gehört wird.

Ich halte es unbedingt für erforderlich, dass der Seniorenbeirat in Zukunft im Vorfeld an der Entscheidungsfindung beteiligt wird, insbesondere auch dann, wenn es um Veränderungen im Verkehrsbereich geht.

So sollte auch, wie vom Seniorenbeirat gewünscht, über eine Widmungsbeschränkung der Ostseite des Marienplatzes neu nachgedacht und entschieden werden.
Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen doch eindeutig, dass durch verkehrswidriges Verhalten der Autofahrer sowie wildes Parken (sogar mitten auf dem Marienplatz!) die Rechte der Fußgänger in unzulässiger Weise eingeschränkt werden. Die Stadt ist meines Erachtens verpflichtet, den offensichtlichen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Maßnahmen der Stadt, die der Einhaltung von Verkehrsregeln dienen, sollten doch auch für das Landratsamt »triftig« genug sein, um eine zeitweilige Sperrung (nach Geschäftsschluss!) zugunsten des Fußgängerverkehrs durchzusetzen. Als positive Begleiterscheinung würden Schadstoff-Ausstoß und Lärm in der Stadtmitte deutlich reduziert, was nicht nur den Besuchern der Altstadt, sondern auch den Anwohnern zugute käme.

Ich bitte um Benachrichtigung über die Ergebnisse Ihrer Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Müller



Schongau, 15. November 2000

Jagdpachtverträge (Rösenau/Kannenwald/Doswald) mit den Gebrüdern Holzhey Œ Beschluss Nr. 10 vom 25. Januar 2000

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Zeller,

nachdem die Geheimhaltung des obigen nichtöffentlich gefassten Beschlusses am 17. Oktober 2000 aufgehoben wurde, hat sich in der Diskussion mit Mitgliedern der Alternativen Liste ein tiefes Unbehagen (bis hin zur Empörung) über Ihr Vorgehen in dieser Sache gezeigt.

Die Kritik entzündete sich vor allem daran, dass trotz der im letzten Jahrzehnt entstandenen Kosten für die Stadt von rund 190 000.- DM, der Jagdpachtvertrag mit den Gebrüdern Georg und Fritz Holzhey vor allem durch Ihre Unterstützung (mit 14 zu 9 Stimmen) ohne Veränderung verlängert wurde. Eine solche Begünstigung zum Nachteil der Stadt ist unseres Erachtens nicht gerechtfertigt.
Des Weiteren wurden im Nachhinein neue Grundstücksflächen in diese Eigenjagd der Stadt einbezogen, was allerdings Œ eigenartigerweise Œ zu keinem neuen Beschluss der Stadtrates führte. Es wurde von Ihnen eine »dringliche Anordnung« getroffen, die am 12.09.2000 dem Stadtrat lediglich zur Kenntnisnahme vorgelegt wurde. Ihre Begründung: —Die dringliche Anordnung war erforderlich, um den rechtsfreien Raum auszufüllen.i}

Es bestehen erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihres Vorgehens. Um mehr Transparenz zu schaffen, bitten wir Sie zunächst um die schriftliche Beantwortung folgender Fragen:

1) Warum haben Sie den Antrag der Gebrüder Holzhey unterstützt, obwohl durch diese Verpachtung in der Vergangenheit nicht unerhebliche Kosten für die Stadt entstanden sind, die durch eine Regiejagd vermeidbar gewesen wären und auch künftig vermieden werden könnten?

2) Hat es tatsächlich (und gegebenenfalls wie lange) einen rechtsfreien Raum gegeben, der Ihre dringliche Anordnung erforderlich machte?

3) Warum war der Fachmann der Verwaltung, Stadtförster Thien, bei der Sitzung am 12.09. nicht anwesend?

Wir danken Ihnen für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Müller


Spenden an die Alternative Liste Schongau
Raiffeisenbank Schongau
BLZ: 701 695 09 l Konto Nr. 111 996




Endlich gibt es einen Zebrastreifen!

Wir von der Alternativen Liste waren schon immer der Meinung, dass es allen Fußgängern, egal ob jung oder alt, durch geeignete Querungshilfen ermöglicht werden muss, sicher über die Straßen zu kommen. Nach dem 300 000-Mark-Altenheimtunnel-CSUWV-Flop hat jetzt offenbar ein Umdenken eingesetzt. Im Rathaus hat man nun alle Vorschriften über Zebrastreifen eingehend studiert, und so bleibt zu hoffen, dass bei Zebrastreifen Nummer zwei, drei, vier ... (?!) die Zeit zwischen Entscheidung und Umsetzung deutlich verkürzt werden kann.


Alternative Liste Schongau
Joseph-Haydn-Straße 97
86956 Schongau Tel.: 93918
V.i.S.d.P.: Uschi Ritter

(hier geht's zum Original-Layout)


Pfaffenwinkel.net Logo

© 1998-2000 by pro-ite®. Alle Rechte vorbehalten.